Dortmund Sparkassen Chess-Meeting 2008

27.06.2008

Zum Auftakt den Favoriten

Am Samstag beginnt das Dortmunder Sparkassenturnier, eines der stärksten und bedeutendsten Turniere der Welt. Dieses Jahr sind gleich zwei Deutsche unter den acht Teilnehmern: Neben Arkadij Naiditsch ist der Hamburger Jan Gustafsson dabei. Wie gut der Hamburger in dem Feld mithalten kann, zeigt sich womöglich gleich zu Beginn: Das Los hat ihm in Runde 1 niemand anderen als Wladimir Kramnik beschert, achtfacher Sieger in Dortmund und allein schon deshalb Favorit. Kramnik und Gustafsson haben eine ganze Menge gemeinsam: Beide sind keine großen Freunde riskanten Spiels, beide neigen eher zum positionellen als zum taktischen Schach - und beide sind am gleichen Tag geboren. Dagobert Kohlmeyer schickt einen Bericht zum Auftakt des Dortmunder Sparkassenturniers.
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28.06.2008

Auftakt in Dortmund: Deutsche nicht zu schlagen

Auch beim Auftakt des Sparkassen Chess Meetings in Dortmund gilt: Die Deutschen sind nur schwer zu schlagen. Jan Gustafsson wurde bei seiner Premiere im Dortmunder Schauspielhaus von Vladimir Kramniks Eröffnungswahl, der Grünfeldverteidigung, überrascht und wählte eine sichere Variante, die ihm auch bald das Remis einbrachte. Arkadij Naiditsch versuchte, den Sieger des Aeroflot-Turniers Ian Nepomniachtchi mit der Sosoinvariante in Verlegenheit zu bringen, was ihm in einer taktisch geprägten Partie jedoch nicht entscheidend gelang. Auch die Partien zwischen Shakhriyar Mamedyarov gegen Peter Leko und Vassily Ivanchuk gegen Loek van Wely endeten remis. Der Präsident des Deutschen Schachbundes, Professor Robert von Weizsäcker, machte den symbolischen ersten Zug des Turniers.
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29.06.2008

Dortmund: Gustafsson, Kramnik und Leko punkten

Jan Gustafsson und Vladimir Kramnik kamen in der heutigen zweiten Runde zu raschen Erfolgen. Der Hamburger Dortmund-Neuling überspielte seinen Nationalmannschaftskollegen Arkadij Naiditsch in der Wiener Variante des Damengambits und setzte sich erst einmal an die Spitze des Feldes. Dort befindet er sich in Gesellschaft von Vladimir Kramnik und Per Leko. Der 14. Weltmeister bezwang Loek van Wely ebenfalls rasch, nachdem er einen Läufer des Niederländers taktisch in Bedrängnis gebracht hatte. Länger musste Peter Leko für seinen Sieg arbeiten. Mit Ivanschuk erbeutete der Ungar aber den wertvollsten Eloskalp. Ian Nepomniachtchi und Shakhriyar Mamedyarow trennten sich nach langen Kampf remis. Viele in Dortmund, Spieler wie Zuschauer, waren mit ihren Gedanken aber schon bei einem anderen Sportereignis (Bild). Dagobert Kohlmeyer berichtet aus Dormund und sprach mit Jan Gustafsson.
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01.07.2008

Dortmund: Ivanchuk strauchelt, Naiditsch schlägt Kramnik

Vassily Ivanchuk verfehlte heute nach seiner Partie gegen Nepomniachtchi im Halbdunkel des Schauspielhauses die Stufen und stürzte von der Bühne in die erste Zuschauerreihe. Die Untersuchung im Krankenhaus ergab, dass der ukrainische Spitzenmann sich zum Glück nichts gebrochen hat. Mann des Tages war jedoch Arkadij Naiditsch (Foto), der Vladimir Kramnik in dessen geliebter Russischen Verteidigung mit einer Neuerung überraschen konnte und danach in Schwierigkeiten brachte. Am Ende sprang für den Lokalmatador ein voller Punkt heraus. Die übrigen Partien endeten unentschieden, wobei die Partie zwischen Mamedyarov und Gustafsson im Anti-Moskauer Gambit einige theoretisch interessante Momente bot. Peter Leko und Jan Gustafsson führen nun die Tabelle an.
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01.07.2008

Dortmund lobt Ferdinand Fabra- Preis aus

Ferdinand Fabra ist wahrscheinlich nur noch den älteren Fußball-Fans und eingefleischten Dortmund-Fans bekannt. Dabei war der 1906 in Geseke geborene Spieler und Trainer seinerzeit eine herausragende Persönlichkeit des deutschen Sports. Als aktiver Spieler beim BSC Preußen ragte Fabra noch nicht so heraus, wie es ihm später als Trainer gelang. 1935 bis 1936 war er Assistent von Reichstrainer Prod. Dr. Otto Nerz, arbeitete 1936 als Bundestrainer für Finnland und wurde schließlich der erste echte Dortmunder, der die Mannschaft der Borussia trainierte. Mit dieser wurde Fabra westfälischer und westdeutscher Meister. Von Juli 1951 bis Februar 1952 war Fabra außerdem Trainer des späteren Weltmeisterspielers Karl Mai bei der SpVgg Fürth. Nach dem Ende seiner Trainerlaufbahn kehrte Fabra als Lehrer zum Ostendorf-Gymnasium in Lippstadt zurück. Dort hatte er bereits sein Abitur gemacht. Neben dem Fußball galt Fabras Liebe jedoch zeitlebens dem Schach, das er nicht nur an seiner Schule populär machte. Nun werden erfolgreiche Dortmunder Schachnachwuchsspieler im Rahmen des Sparkassen Chess-Meetings mit dem neuen Ferdinand-Fabra-Preis ausgezeichnet. Vergangenen Dezember verstarb Ferdinand Fabra in Hamburg. Er wurde 101 Jahre alt. (Foto: Gymnasium Ostendorf)
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02.07.2008

Nepomniachtchi Tagessieger in Dortmund

Vladimir Kramnik, durch seine gestrige Niederlage im Soll zurück, ging Peter Lekos Damenindisch heute mit einem Bauernopfer scharf an. Beide Spieler verbrauchten viel Zeit in der Eröffnung. Am Ende stand das Remis durch Zugwiederholung. Jan Gustafsson und Vassily Ivanchuk bearbeiteten sich in einer Nebenvariante des Botvinnik-Systems. Auch diese Partie endete nach unterhaltsamen Verlauf unentschieden. Zum gleichen Ergebnis kamen Arkadij Naiditsch und Shakhriar Mamedyarov im Tajmanov-Sizilianer. Ian Nepomniachtchi (Bild) besiegte Loek Van Wely, dessen Qualitätsopfer im Najdorf-Sizilianer nicht zum erwünschten Erfolg führte.  Der junge Russe schloss damit zu den führenden Gustafsson und Leko auf. Morgen ist Ruhetag.
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02.07.2008

TV ChessBase - heute Dortmund live

Am heutigen Mittwochnachmittag kommentiert TV ChessBase live die Partien vom Sparkassen Chess Meeting in Dortmund. Dabei freut sich Oliver Reeh auf gleich zwei großmeisterliche Gäste: Den ersten Teil der Sendung bestreitet Karsten Müller, später greift dann Rainer Knaak ins Geschehen ein. Beginn um ca. 15.30 auf dem Fritzserver.
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04.07.2008

Gustafsson marschiert

Dortmund-Neuling Jan Gustafsson hat keine Probleme, im hochkarätigen Feld des Sparkassen Chess-Meeting mitzuhalten, im Gegenteil. Heute schlug er mit den schwarzen Steinen Loek van Wely in nur 18 Zügen und profitierte dabei von seinen ausgezeichneten Theoriekenntnissen. Da die beiden Co-Spitzenreiter Peter Leko und Ian Nepomniachtchi sich in der Direktbegegnung remis trennten, leistet der Hamburger nun alleine die Führungsarbeit. Zu einem Sieg kam auch Vassily Ivanchuk gegen den zweiten deutschen Vertreter Arkadij Naiditsch. Shakhryar Mamedyarov und Vladimir Kramnik trennten sich remis. Am Ruhetag kam es im Rathaus zur reizvollen Auseinandersetzung im Handicap-Blitz zwischen den Stars und ihren Fans. Dagobert Kohlmeyer berichtet in Wort und Bild.
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04.07.2008

TV ChessBase: live und unplugged

Heute kommentieren wir live ab 16 Uhr die Partien des Sparkassen Chess-Meeting in Dortmund, wo Jan Gustafsson heute seine Tabellenführung mit den schwarzen Steinen gegen Loek van Wely verteidigen muss. Mit Peter Leko und Ian Nepomniachtchi treffen zwei weitere Spitzenreiter aufeinander. Außerdem spielen Mamedyarovw gegen Kramnik und Ivanchuk gegen Naiditsch. Zwischendurch werfen wir noch einen Blick auf den Wettkampf Karjakin gegen Short in Kiev. Am Mikrofon Oliver Reeh und Karsten Müller. Beginn heute schon ab ca. 16 Uhr.
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05.07.2008

Dortmund: Leko übernimmt Führung

Peter Leko bremste in der heutigen Vorschlussrunde des Dortmunder Sparkassen Chess-Meeting den bisher so erfolgreichen Dortmund-Neuling Jan Gustafsson. In einem Dameninder übernahm der Ungar im damenlosen Mittelspiel die Initiative und realisierte seinen Vorteil zum vollen Punkt. Damit löste Leko Gustafsson als Spitzenreiter ab und führt nun mit einem halben Punkt Vorsprung vor dem übrigen Feld. Mit Arkadij Naiditsch kam auch der zweite Deutsche zum Sieg. Die deutsche Nummer Eins siegte im Königsangriff gegen den glücklosen Loek Van Wely. Ian Nepomniachtchi hielt Vladimir Kramniks Druck stand und ertrotze ein Unentschieden. Auch Shakhriyar Mamedyarov und Vassily Ivanchuk trennten sich remis.
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06.07.2008

Peter Leko Sieger von Dortmund

Mit einem Weißremis gegen Arkadij Naiditsch sicherte sich Peter Leko in der heutigen Schlussrunde im Dortmunder Schauspielhaus den Turniersieg. Erfreulich aus deutscher Sicht: Sowohl Jan Gustafsson als geteilter Zweiter wie auch Arkadij Naiditsch, der das Sparkassen Chess-Meeting Dortmund schon einmal gewinnen konnte, hielten gut mit dem Weltklassefeld mit. Beachtlich ist auch das Ergebnis des 17-jährigen Qualifikanten Ian Nepomniachtchi. Glücklos agierte Loek van Wely, der heute gegen Shakhriyar Mamedyarov verlor und auch Vladimir Kramnik. Der Dortmunder Rekordsieger musste gegen Vassily Ivanchuk nach einem Versehen im Endspiel aufgeben und beendete das Turnier mit ungewohnten "-1". Dagobert Kohlmeyer berichtet und Veranstaltungsleiter Gerd Kolbe zieht eine positive Bilanz.
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