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21.05.2012

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Anand gewinnt 8. Partie in 17 Zügen
Mit den weißen Steinen musste Anand heute auf Gewinn spielen, um nach seiner
gestrigen Niederlage nicht zu sehr ins Hintertreffen zu geraten. Mit 3.f3
strebte der Weltmeister die Variante an, die ihm in der dritten Partie Vorteil
gebracht hatte. Doch diesmal nahm Gelfand die Einladung an und wählte den
Übergang in die Königsindische Verteidigung. Mit 6.Se2 und 7.Sec3 entwickelte
Anand den "falschen" Springer nach c3 und verließ damit die bekannten Pfade der
Schachtheorie. Gelfands Versuch, mit 7...Sh5 aus Anands ungewöhnlichem Konzept
Kapital zu schlagen, erwies sich als Bumerang. In komplizierter und sehr
atypischer Position griff der Herausforderer mit 14...Df6 fehl. Im 17.Zug gab
Gelfand auf. Anand hat damit umgehend zum 4:4 ausgeglichen.
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21.05.2012

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8. WM-Partien: Kann Anand zurückschlagen?
Überraschend schnell geriet der Weltmeister in der gestrigen siebten Partie des
WM-Kampfes von einer leicht nachteiligen in eine verlorene Stellung. 1:0 für
Gelfand. Heute führt Anand die weißen Steine und wird versuchen, den
Anzugsvorteil in einen Gewinn zu verwandeln, um das Match auszugleichen.
Allerdings hat Gelfand mit seinen "neuen" Eröffnungen - Grünfeld und Sveshnikov
- einen Großteil der Vorbereitung des Anand-Teams wohl zunichte gemacht. Nach
seinem erfolglosen Ausflug in die 1.e4-Welt hat Anand heute wieder 1.d4 eröffnet
und wiederholt die Variante der 3.Partie. Aber diesmal hat Gelfand den Übergang in Königsindisch gewählt... Live auf dem Fritzserver: Klaus Bischoff (deutsch)
und das Hamburger Kommentatorenteam Reeh/Huschenbeth/van Delft (englisch)
kommentieren ab ca. 13.30 Uhr (Für Premiummitglieder kostenlos)
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21.05.2012

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WM: Die verflixte siebte Partie
Dreimal ist nichts passiert, doch im vierten Anlauf hat Boris Gelfand Anands
Slawische Verteidigung geknackt. Offenbar hat der Weltmeister die weißen
Möglichkeiten in der siebten Partie unterschätzt und beging mit 23...g5? in
einer bis dahin nur leicht nachteiligen Position schon den entscheidenden
Fehler. Dies nutzte der Herausforderer mit größter Präzision aus und verschaffte
sich durch Damentausch in wenigen Zügen einen entscheidenden Vorteil. Alle
weißen Figuren waren aktiv, während die schwarzen Steine sich kaum bewegen
konnten. Am schlimmsten traf es den Läufer auf c8, der dann auch folgerichtig
erobert wurde. Gilberto Milos und Malcolm Pein haben die Partie kommentiert.
Daniel King zeigt im Video eine Zusammenfassung der Ereignisse. Anastasiya
Karlovich erzählt die Geschichte des Tages in Bildern.
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Materialien zur 7.Partie... |
20.05.2012

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WM: Gelfand gewinnt 7.Partie
In der heutigen 7. Partie rückte Boris Gelfand dem Weltmeister und dessen Chebaneko-Slawen mit dem Zug 6.c5 zu Leibe. Mit 7.Dc2 statt 7.b4 wählte der Herausforderer im nächsten Zug eine Nebenvariante. Anand strebte eine schnelle Befreiung seiner Damenflügels mit 9...c5 an und erhielt in der Folge Ausgleich. Immerhin gab es im Gegensatz zu den früheren Partien in diesem Wettkampf mit Gelfand als Weißspieler ein gewisses Ungleichgewicht in der Bauerstruktur, da der Herausforderer eine Bauernmehrheit am Damenflügel hatte. Nach dem Damentausch erhielt Gelfand dann eine starke Initiative am Damenflügel und brachte Anands passiv stehenden Figuren in Bedrängnis, gewann einen Läufer und bald darauf auch die Partie mit Hilfe eines Mattmotivs.
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20.05.2012

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Nakamura gewinnt US-Meisterschaft
Im Chess&Scholastic Center von St. Louis wurden gestern mit der 11.Runde, bzw. 9.Runde bei der Frauenmeisterschaft, die US-Einzelmeisterschaften 2012 abgeschlossen. Hikaru Nakamura gewann die US-Meisterschaft klar mit 8,5 Punkten und einem ganzen Punkt Vorsprung vor Gata Kamsky. Alexander Onischuk wurde Dritter. Der Gesamtpreisfonds beider Meisterschaften betrug über 200.000 USD. Der erste Preis brachte 40.000 USD ein. Die Frauenmeisterschaft endete traditionell im toten Rennen zwischen Anna Zatonskih und Irina Krush. Heute folgt hier der emotionale Stichkampf um Platz eins (Stichkampf 2008). Daniel King hat in einem Video die Ereignisse zusammengefasst.
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Tabellen, Partien, Video... |
20.05.2012

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Schachweltmeisterschaft: Zweite Halbzeit hat begonnen
Die erste Halbzeit hat der Weltmeister mit den schwarzen Steinen beendet und so beginnt er auch die zweite Halbzeit -nach der ersten Hälfte wurde der Farbrhythmus getauscht, um die Chancengleichheit zu verbessern. So hat Boris Gelfand heute Gelegenheit, vielleicht den Anzugsvorteil zu nutzen und in Führung zu gehen. Dazu müsste ihm allerdings etwas gegen Anand Slawisches Damengambit einfallen. Denn auch auch in der siebten Partie steht diese Eröffnung wieder zur Diskussion. Gelfand probiert heute den Zug 6.c5. Live auf dem Fritzserver. Klaus Bischoff kommentiert ab ca. 13.30 Uhr. (Für Premiummitglieder kostenlos).
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20.05.2012

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Länderkampf in Ankara
Die Türkei ist ein ausgesprochen aktives Schachland. Unter ihrem sehr aktiven Verbandspräsidenten Ali Nihat Yazici, der auch FIDE-Vizepräsident ist, hat der Boom etwa zur Schacholympiade 2000 in Istanbul eingesetzt und sich über das Land verbreitet. Schach in den Schulen ist in der Türkei ein großes Thema und das Jugendschach wird mit vielen Turnieren gefördert. An diesem Wochenende endet ein Freundschaftskampf zwischen der Türkei und Algerien, der in Ankara stattfand. Zur gleichen Zeit werden die türkischen Spieler auf die kommende Schacholympiade, nach zwölf Jahren wieder in Istanbul, vorbereitet. Artur Jussupov reiste als Trainer an. Elisabeth Pähtz, die inzwischen ebenfalls für den türkischen Verband arbeitet, war Coach der türkischen Frauenmannschaft im Freundschaftsmatch und berichtet von den Ereignissen in Wort und Bild.
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19.05.2012

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Zur Halbzeit 0:0
Zur Halbzeit steht es torlos Unentschieden - so würde man es im Fußball sagen. Im Schach werden jedoch die Remisen mitgezählt und so steht es zwischen Anand und Gelfand 3:3, wobei "die Abwehrreihen das Spiel dominieren". Gelfand probierte gegen Anands Slawisches Damengambit mit 5...a6 gestern den prinzipiellen Zug 6.Dc2 aus, doch nach 6... c5 gelang es dem Herausfordere wieder nicht, irgendeinen nenenswerten Vorteil zu reklamieren und die Partie endete im 29. Zug remis. So stahl Kasparow mit seinem Auftritt den beiden WM-Spielern etwas die Show. Einst musste Kasparov gegen Karpov auch mal längere Remisserien hinnehmen und so wies er in der Pressekonferenz darauf hin, dass ein WM-Match bisweilen eine gewisse Eigendynamik hat. Trotzdem bleibt er einfach "der Größte". Heute ist Ruhetag, morgen spielt Anand erneut mit Schwarz.
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Der 6. Tag in Bildern und Videos... |
18.05.2012

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WM: Bei Halbzeit sechs Remis
Der Kampf beim WM-Match zwischen Vishy Anand und Boris Gelfand findet im Verborgenen
statt. Die Spannung, unter der die Spieler stehen, ist deutlich sichtbar, doch
die Partien bleiben blass. Vor allem scheinen Gelfand und Anand testen zu wollen,
wie gut der Gegner sich auf die jeweils gewählte Eröffnungsvariante
vorbereitet hat. Ist der andere gut vorbereitet - und bislang waren das beide
- , dann scheuen beide Spieler das Risiko, die Stellungen verflachen und die
Partien enden schnell remis. So verlief auch die sechste Partie, in der Gelfand
mit Weiß einmal mehr nichts gegen Anands Slawisch ausrichten konnte. Zwar
hatte er nach der Eröffnung optische Vorteile, aber keine ernsthaften Gewinnchancen.
Nach 29 Zügen war das sechste Remis unter Dach und Fach. Trotzdem kamen
die Zuschauer auf ihre Kosten. Denn niemand anderes als Garry Kasparov war bei
der WM zu Gast und analysierte im WM-Studio die sechste Partie und den bisherigen
Matchverlauf. Und hatte viele interessante Dinge zu sagen.
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18.05.2012

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Schach als Zuschauersport
Fünf Partien, fünf Remis, keins davon spektakulär - leicht könnte
man denken, der Weltmeisterschaftskampf in Moskau zwischen Weltmeister Vishy
Anand und Herausforderer Boris Gelfand bestätige einmal mehr das Vorurteil,
Schach sei kein Zuschauersport und nur für Eingeweihte interessant. Ilya
Levitov, Organisator des Wettkampfs und kreativer Kopf im Russischen Schachverband,
sieht das anders. In einem interessanten und aufschlussreichen Interview mit
dem französischen GM Robert Fontaine verrät Levitov, warum ihn die
vielen Remispartien nicht stören, warum er den Kampf für spannend
hält und wie man in Moskau Schach zuschauerfreundlich und werbeträchtig
macht.
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Zum Interview (engl.)... |
18.05.2012

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US-Meisterschaft: Kamsky führt vor Nakamura
Zwei Runden trennen Gata Kamsky bei der US-Meisterschaft noch von einem Hattrick.
Die Chancen dafür stehen nicht schlecht, denn nach 9 von 11 Runden liegt
der US-Meister von 2010 und 2011 mit 7 Punkten einen halben Punkt vor seinem
größten Rivalen, Hikaru Nakamura. In Runde 9 gelang Kamsky ein
wichtiger Sieg gegen Yasser Seirawan während Nakamura nicht über
ein Remis gegen Aleksandr Lenderman hinauskam. Entschieden ist aber noch nichts.
Tatsächlich kann Nakamura noch aus eigener Kraft Meister werden. Alles,
was er dafür braucht, ist ein Sieg gegen Kamsky in der Direktbegegnung
in Runde 10. Spannend bleibt die Meisterschaft auch bei den Frauen. Dort liegen
Titelverteidigerin Anna Zatonskih und Irina Krush nach 8 von 9 Runden mit
je 6 Punkten gleichauf an der Spitze.
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Tabelle, Video und Partien... |
18.05.2012

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Neue Dame, neues Glück?
Angesichts der vielfältigen Drohungen von Weiß ist die einzige Hoffnung von Schwarz die Umwandlung seines freien e-Bauern, allerdings muss diese natürlich mit Schach geschehen. In anderen Worten,
43...Tg3+ führt hier zum ...
A) ... Sieg für Weiß
B) ... Dauerschach
C) ... Sieg für Schwarz
Mehr Taktik-Training im ChessBase Magazin...
Größeres Diagramm... |
17.05.2012

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Caruana gewinnt in Malmö
19 Jahre jung ist Fabiano Caruana, doch mit einer Elo-Zahl von 2770 gehört
er bereits zu den Top Ten. Mit einer souveränen Vorstellung beim Sigeman
& Co Turnier in Malmö bewies der Italiener erneut sein Talent. Mit
vier Siegen und drei Remis gewann er das Turnier, bei dem vier internationale
Spitzenspieler gegen vier Schweden antraten, mit 5,5 aus 7 und einem halben
Punkt Vorsprung vor dem Ungarn Peter Leko, der sich ein Remis mehr erlaubte.
Dahinter folgten Anish Giri (Holland) und Nils Grandelius aus Schweden mit
je 4 Punkten, wobei Giri dank besserer Wertung offiziell Dritter wurde.
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Tabelle, Bilder und Partien... |
17.05.2012

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WM: Auch die fünfte Partie endet Remis
Nach zwei Remispartien mit 1.d4 griff Weltmeister Vishy Anand in der fünften
Partie seines Wettkampfs gegen Boris Gelfand zu 1.e4. Doch der Herausforderer
Gelfand erwies sich wie erwartet als gut vorbereitet. Er entschied sich für
Sizilianisch-Sveshnikov und kam mühelos zum Ausgleich. Nach 27 Zügen
war die Stellung zu einem völlig ausgeglichenen Endspiel mit ungleichfarbigen
Läufern verflacht und die beiden Kontrahenten einigten sich auf das fünfte
Remis in Folge. Nachdem er in der dritten Partie am Rande einer Niederlage
gestanden hatte, bedeutet dieses Remis für Boris Gelfand einen kleinen
moralischen Sieg. Vor allem, da er Anands Wechsel zu 1.e4 problemlos parieren
konnte. Morgen darf Gelfand zeigen, wie er den Anzugsvorteil nutzen will.
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(mit Videostream)...
Partien und Videos... |
16.05.2012

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Nachwuchsförderung in Südschweden
Die Lund Chess Academy hat es sich zur Aufgabe gemacht, in Südschweden den
Schachnachwuchs zu fördern. Aus den persönlichen Beiträgen der 18 Mitglieder und
aus Sponsorengeldern generiert die Academy finanzielle Mittel, die sie den
geförderten Talenten zukommen lässt, damit diese bessere Möglichkeiten zur
Verbesserung ihres Schachs finden. Am 12. Mai überreichte die Academy den zur
Zeit acht geförderten Spielern insgesamt 25.000 Schwedische Kronen (ca. 3000
Euro). Einen kleinen Teil der Gelder bezieht die Academy auch aus der
Versteigerung von Schachbüchern. Macher bibliophile Schachfreund wird hier
vielleicht ein Schätzchen finden, an dem er immer schon interessiert war, z.B.
eine signierte Ausgabe von Mr. Blackburnes
Games of Chess (zur Zeit 75 Euro).
Lund Chess Academy
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